Detlev Berning am Meer
###USER_tx_gender### ###USER_name###
Newsletter Nr. 4 / 2013

Inhalt

News

Meine neuesten Buchprojekte

Aktuelles (Steuer) -Recht

Berechnung der Spekulationsfrist bei einer Grundstücksveräußerung (FG)
Zum "Wohnen am Beschäftigungsort" bei doppelter Haushaltsführung (FG)
Werbungskostenabzug trotz vorübergehender Eigennutzung? (BFH)
Atypisch stille Gesellschaft mit minderjährigen Kindern (FG)
Vor dem 1.1.2009 erworbene obligationsähnliche Genussrechte (BMF)
UmwStG | Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsveräußerung gegen Leibrente (BFH)
Wohnungseigentumsrecht | Keine Haftung für Hausgeldrückstände des Voreigentümers (BGH)
Reiserecht | Ausgleichszahlung bei verpasstem Anschlussflug (BGH)

Bedenkenswert

Die Gestohlene Axt

Nächste Veranstaltungen

Workshop: „Six thinking hats - Struktur und Kreativität in individuellem- und Team-Denken"
Niedersächsischer Mediationstag 2013
Seminar: Effizienzsteigerung in Meetings mit den „six thinking hats“
Workshop: Unternehmensnachfolgen und Existenzgründungen

Vermischtes

Flow

News

Meine neuesten Buchprojekte

In kürze erscheint im Feldhaus-Verlag ein kleines Werk von Dr. Andreas Novak und mir zur Problematik der soften skills bei Unternehmensnachfolgen. Es ist sehr konzentriert (nur ca. 100 Seiten) und wird etwa € 10,00 kosten.

Derzeit arbeite ich an einem Fachbuch zum Thema Wirtschaftsmediation (wird im Springer-Verlag erscheinen). Fixpunkt ist meine Hypothese, dass Organisationen, die in 2024 kein aktives Konfliktmanagement betreiben, wirtschaftlich untergehen werden. Nachdem sich verschiedene Fachleute theoretisch mit dieser Hypothese auseinander gesetzt haben beginnt jetzt die Phase der Interviews mit Führungskräften aus Industrie, Mittelstand und Kleinunternehmen sowie anderer Organisationen wie Kommunalverwaltungen, anderen Behörden etc., die erhellen sollen, was die eigentlichen Macher dazu sagen und was sie zu tun gedenken. Ein ausgesprochen spannendes Projekt. Im Frühjahr 2014 soll das Buch erscheinen.

Aktuelles (Steuer) -Recht

Einkommensteuer

Berechnung der Spekulationsfrist bei einer Grundstücksveräußerung (FG)

Beim BFH ist derzeit ein Verfahren zur Berechnung der Spekulationsfrist bei Grundstücksveräußerungen anhängig. Im Streitfall geht es um eine Grundstücksveräußerung, die unter einem Genehmigungsvorbehalt stand. Fraglich ist, ob es dabei auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses oder den Zeitpunkt der Genehmigung (d.h. der zivilrechtlichen Wirksamkeit des Vertrages) ankommt. Die Vorinstanz hatte auf den Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung abgestellt (s. FG Münster, Urteil v. 22.5.2013 - 10 K 15/12 E; Revision anhängig).

Einkommensteuer

Zum "Wohnen am Beschäftigungsort" bei doppelter Haushaltsführung (FG)

Eine beruflich begründete doppelte Haushaltsführung kann auch dann vorliegen, wenn die Zweitwohnung näher am Familienwohnsitz als an der Arbeitsstätte liegt. Dies hat der 3. Senat des Finanzgerichts Münster kürzlich entschieden. Wie das Finanzgericht nun mitteilt, ist in dem genannten Verfahren Revision beim BFH eingelegt worden (FG Münster, Urteil v. 27.6.2013 - 3 K 4315/12 E; Revision anhängig).

Einkommensteuer

Werbungskostenabzug trotz vorübergehender Eigennutzung? (BFH)

Die Eigennutzung einer Immobilie steht dem Abzug von Aufwendungen als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung grundsätzlich entgegen. Der Umstand, dass die Eigennutzung "behelfsmäßig" sein sollte und im Hinblick auf einen Verkauf oder eine Vermietung kurzfristig hätte beendet werden können, ändert daran nichts (BFH, Urteil v. 9.7.2013 - IX R 21/12, NV; veröffentlicht am 11.9.2013).

Einkommensteuer

Atypisch stille Gesellschaft mit minderjährigen Kindern (FG)

Wird von minderjährigen Kindern mit dem Einzelunternehmen des Vaters, einem Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung, eine atypisch stille Gesellschaft begründet und schenkt der Vater den Kindern jeweils die stille Einlage, so sind die im Schenkungsweg gewährten Beteiligungen an der (atypisch) stillen Gesellschaft nebst Einlage für die Kinder lediglich rechtlich vorteilhaft. Die Gesellschaftsverträge bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit daher weder der Mitwirkung eines gerichtlich bestellten Ergänzungspflegers noch einer vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung (FG Sachsen-Anhalt, Urteil v. 23.5.2013 - 1 K 1568/07; Revision anhängig).

Abgeltungsteuer

Vor dem 1.1.2009 erworbene obligationsähnliche Genussrechte (BMF)

Nachdem der BFH entschieden hatte, dass Veräußerungsgewinne aus im Privatvermögen gehaltenen obligationsähnlichen Genussrechten, die vor dem 1.1.2009 erworben wurden, nach Ablauf der Haltefrist nicht steuerbar sind, ändert das BMF seine bisherige Verwaltungsanweisung zu diesem Thema (BMF, Schreiben v. 12.9.2013 - IV C 1 - S 2252/07/0002 :010).

UmwStG

Gewerbesteuerpflicht auch bei Betriebsveräußerung gegen Leibrente (BFH)

Wird der Betrieb einer Personengesellschaft oder natürlichen Person veräußert, der innerhalb von fünf Jahren vor der Veräußerung aus der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft hervorgegangen war, unterliegt der Veräußerungsgewinn auch dann im Zeitpunkt der Betriebsveräußerung in vollem Umfang der Gewerbesteuer, wenn der Veräußerungspreis in Form wiederkehrender Bezüge gezahlt wird und der Veräußerer einkommensteuerrechtlich die Zuflussbesteuerung wählt (BFH, Urteil v. 17.7.2013 - X R 40/10; veröffentlicht am 18.9.2013).

Wohnungseigentumsrecht

Keine Haftung für Hausgeldrückstände des Voreigentümers (BGH)

Das Vorrecht der Wohnungseigentümergemeinschaft für Hausgeldrückstände in der Zwangsversteigerung (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG) führt nicht dazu, dass ein Erwerber von Wohnungseigentum für die Hausgeldschulden des Voreigentümers haftet (BGH, Urteil v. 13.9.2013 - V ZR 209/12).

Reiserecht

Ausgleichszahlung bei verpasstem Anschlussflug (BGH)

Der für das Reise- und Personenbeförderungsrecht zuständige X. Zivilsenat hat erneut über Ausgleichsansprüche von Flugreisenden nach Art. 7 Abs. 1 Buchst. c der  Fluggastrechteverordnung (Verordnung (EG) Nr. 261/2004) wegen einer Flugverspätung entschieden (BGH, Urteil v. 17.9.2013 - X ZR 123/10).

Sachverhalt: Die Kläger beanspruchen jeweils eine Ausgleichszahlung in Höhe von 600 €. Sie buchten bei der beklagten Iberia S.A. eine Flugreise von Miami über Madrid nach Düsseldorf. Der Abflug von Miami nach Madrid verzögerte sich um 1 Stunde 20 Minuten. Die bereits bei Flugantritt in Miami mit Bordkarten für die gesamte Reise versehenen Kläger erreichten Madrid entsprechend mit Verspätung. Der Weiterflug der Kläger sollte an einem ausgelagerten Terminal des Flughafens erfolgen, den die Kläger nicht mehr rechtzeitig erreichen konnten. Sie kamen infolgedessen mit einem anderen Flug 7 ½ Stunden später als vorgesehen in Düsseldorf an.

Hierzu führte der BGH weiter aus:

  • Nach der Rechtsprechung des EuGH steht den Fluggästen eines verspäteten, wie im Streitfall in den Anwendungsbereich der Fluggastrechteverordnung fallenden Flugs ein Ausgleichsanspruch nach Art. 7 zu, soweit sie wie die Kläger infolge der Flugverspätung ihr individuelles Endziel mit einer Verspätung von mindestens drei Stunden erreichen.
  • Dies gilt auch, wenn die verspätete Ankunft am Endziel darauf beruht, dass infolge der Flugverspätung ein selbst nicht verspäteter Anschlussflug verpasst wird. Bedenken gegen diese Auslegung der Fluggastrechteverordnung ergeben sich weder aus dem Primärrecht der Europäischen Union noch aus dem Grundgesetz.

Bedenkenswert

Die Gestohlene Axt*

Nach einer Geschichte von Lieh Tzu, China

Ein Holzfäller ging eines Morgens hinaus, um Feuerholz zu schlagen. Als er seine Lieblingsaxt holen wollte, erschrak er, weil er sie nicht an ihrem Platz fand. Er suchte verzweifelt zwischen den Holzstapeln, hinter seinem Haus und in seinem Schuppen, aber nirgends konnte er sie finden. Der Holzfäller wurde immer unruhiger, je länger er vergeblich suchte. Dann  erspähte er aus den Augenwinkeln den Sohn seines Nachbarn, der in der Nähe des Holzschuppens stand. Der Holzfäller starrte zu dem Jungen hinüber und dachte bei sich: „Sieh nur, wie er um den Schuppen herumlungert, wie er unruhig von einem Fuß auf den anderen tritt und die habgierigen Hände in den Hosentaschen versteckt. Und dann sein schuldbewusster Blick! Ich kann es zwar nicht beweisen, aber sicher war er es, der meine Axt gestohlen hat!" Der Holzfäller kochte vor Wut und schwor bei sich, dass er es ihm heimzahlen werde. Am nächsten Tag stolperte der Holzfäller über seine Axt, die neben einem Stapel Feuerholz lag. „Jetzt erinnere ich mich!", rief er. „Genau hier habe ich sie vorgestern liegen lassen, als ich mit dem Holzhacken fertig war!" Als er den Sohn des Nachbarn das nächste Mal sah, schaute er den Jungen scharf an und musterte ihn von Kopf bis Fuß. „Wie merkwürdig", dachte er. „Irgendwie hat der Junge von heute auf morgen seine schuldbewusste Miene verloren."

*Aus „Alle sollen siegen!" Geschichten aus der Welt der Konfliktlösung von Ansgar Marx, erschienen im Concadora Verlag

Nächste Veranstaltungen

Weitere Einzelheiten finden Sie auf meiner Website, über die Sie sich auch anmelden können.

Workshop:

„Six thinking hats – Struktur und Kreativität in individuellem- und Team-Denken"

Am 24. Oktober 2013
in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr.
Preis: € 25,00
Details unter www.berning-hannover.de

Dieser Workshop kann gern als Schnupperkurs genutzt werden mit anschließender Teilnahme am Tagesseminar; in diesem Fall wird die Gebühr von € 25,00 auf die volle Kursgebühr angerechnet.

 

Gern mache ich Sie auf diese Veranstaltung aufmerksam, die nicht nur für MediatorInnen interessant, ja spannend sein soll:

Niedersächsischer Mediationstag 2013

In Hannover am 1.11.2013 / 14.00 – ca. 19.00 Uhr

„Kulturwandel in Organisationen
von Konsens auf den Weg gebracht?
Mediatoren macht mit!"

Konsens e.V. veranstaltet einmal jährlich einen Fachtag, dem sich die Mitgliederversammlung anschließt. In diesem Jahr geht es um ein Thema, das so gut wie alle Unternehmen und mit Sicherheit alle sonstigen Organisationen angeht. Da Konsens der niedersächsische Verband von Mediatoren ist, ist das Anliegen im engeren Sinne, wie Mediatoren in diesem Zusammenhang gut aktiv werden können. So lautet der Untertitel:

Kulturwandel in Organisationen ist Konfliktmanagement – ein großes Thema für uns als Mediatoren. Aber wie?

Das Wissen darüber „wie Menschen funktionieren" und welche Konsequenzen im Denken, Kommunizieren und Handeln sich daraus ableiten, hat den Vorstand von Konsens aufgrund vorliegender Erfahrungen bewogen, sich mit möglichen Neuausrichtungen von Konsens zu beschäftigen.

An diesem Fachtag möchten wir Sie über konzeptionelle Ansätze informieren, wie Konsens einen Kulturwandel in Organisationen unterstützen oder initiieren kann. Im Open Space bitten wir Sie aktiv mitzuwirken, mit zu gestalten.

Im Ergebnis streben wir an, gemeinsam Strategien zu entwickeln, um mit der Kompetenz des Mediators solche Kulturwandel in Organisationen maßgeblich begleiten und gestalten zu können. Alle Mitglieder (und solche, die dieses Konzept interessiert) sind eingeladen, den Fachtag zu besuchen. Es geht uns darum, Themen und Konzepte, auf die wir uns einigen werden,  in ganz Niedersachsen in die Umsetzung zu bringen. Aus diesem Grund  wird eine Vertreterin des VNB (http://www.vnb.de) die Kooperation mit dem Bildungsträger erläutern.

Diese Veranstaltung steht auch Nicht-Mediatoren offen! Näheres unter www.mediation-in-niedersachsen.de. Bei Interesse melden Sie sich bei mir oder direkt unter medi@knuehmann-stb.de an.

 

Seminar:

Effizienzsteigerung in Meetings mit den „six thinking hats“

Am 04. November 2013, Hannover, Hohenzollernstraße 54 A
in der Zeit von 9.30 – ca. 17.30 Uhr.
Preis: € 260,00 zzgl. USt
Details unter www.berning-hannover.de

Workshop:

Unternehmensnachfolgen und Existenzgründungen

Bedeutung und „Behandlung“ von Konfliktpotentialen

Am 28.11.2013
in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr
Preis: € 25,00.
Details unter www.berning-hannover.de

Vermischtes

Flow*

Wer das Glück will, muss das Chaos im eigenen Kopf beherrschen. Wer frei sein will, muss nur seine Ziele kennen. Die positiven Aspekte menschlicher Erfahrungen sind: Freude, Kreativität und den Prozess vollständigen Einsseins mit dem Leben, den Mihaly Csikszentmihalyi FLOW nennt. Wer das Glück will, muss das Chaos im eigenen Kopf beherrschen. Wer frei sein will, muss nur seine Ziele kennen.
Glück ist nichts, was man mit Geld kaufen könnte. Glück ist flow. Jeder hat dieses Gefühl schon erlebt: über sich selbst zu verfügen, im Einklang mit sich und der Welt zu sein und sein Schicksal in die eigene Hand nehmen zu können. Bei diesen seltenen Gelegenheiten spürt man ein Gefühl von Hochstimmung, von tiefer Freude, das lange anhält und zu einem Maßstab dafür wird, wie das Leben aussehen sollte.
Diese Veränderungen hängen nicht so sehr von äußeren Ereignissen ab, sondern eher davon, wie wir sie deuten. - Glück ist ein Zustand, für den man bereit sein muss, den jeder einzelne kultivieren und für sich verteidigen muss. Menschen, die lernen, ihre innere Erfahrung zu kontrollieren, können ihre Lebensqualität bestimmen; und das kommt dem, was wir gewöhnlich Glück nennen, wohl am allernächsten.

Zitat: „When we are involved in creativity, we feel that we are living more fully than during the rest of life."

 

Das Diagramm zum Flow zwischen Über- und Unterforderung. Stress, Überforderung und Angst liegen über der oberen gestrichelten Linie. Langeweile, Unterforderung und Routine liegen unter der unteren gestrichelten Linie. Der Flow liegt genau dazwischen, und wenn Fähigkeiten und Anforderungen zusammen steigen, wird der Bereich des Flows größer. Der Flow ist wie ein sich ausdehnender Strahl zwischen der roten und blauen Linie, und nicht allein die grüne Linie.

Rahmenbedingungen feststellen, die den Zustand für Flow begünstigen:

  1. Die Person ist der Aktivität gewachsen.
  2. Es muss die Chance bestehen, die gebotene Aufgabe bewältigen zu können.
  3. Die Person muss in der Lage sein, sich darauf konzentrieren zu können.
  4. Die Aufgabe ist aus unmissverständlichen Zielen zusammengesetzt.
  5. Diese klaren Ziele ermöglichen ein sofortiges Feedback.
  6. Das Handeln in einer mühelosen Form der Einbindung ermöglicht es, Sorgen und Frustrationen des täglichen Lebens zu vergessen.
  7. Die Person hat Kontrolle über die eigenen Aktionen.
  8. Das Eigeninteresse verschwindet und taucht nach der Flow-Erfahrung stärker als zuvor wieder auf.
  9. Das Gefühl für Zeit hat sich geändert (Stunden erscheinen wie Minuten).

*Mihaly Csikszentmihalyi

Impressum
Dr. iur. Detlev Berning

Wirtschaftsprfer
Steuerberater
Rechtsanwalt

Hohenzollernstrae 54 a
30161 Hannover
Fon: +49 (0)511 - 3886937
Fax: +49 (0)511 - 315615
E-Mail: Info@Berning-Hannover.de
Web: http://www.Berning-Hannover.de

Newsletter abbestellen
Zum Abbestellen des Newsletters oder zum ndern Ihrer Kontaktdaten klicken sie bitte auf folgenden Link
Newsletter abbestellen / Kontaktdaten ndern

Detlev Berning am Meer