Detlev Berning am Meer
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Newsletter Nr. 1 / 2014

Inhalt

News

Neues Fachbuch
Note Mangelhaft für Stiftung Warentest?

Aktuelles (Steuer)-Recht

Neuregelungen zum 1. Januar 2014
SEPA-Übergangsfrist verlängtert
Aufwand für Sprachkurs nur bei beruflicher Veranlassung als Werbungskosten abziehbar
Jahressteuergesetz 2013: Zivilprozesskosten sind doch keine außergewöhnliche Belastung

Bedenkenswert

Rechtsschutzversicherungen: Empfehlen von Partneranwälten und –mediatoren und Locken mit finanziellen Vorteilen

Nächste Veranstaltungen

„Six thinking hats - Struktur und Kreativität in individuellem- und Team-Denken“. 7
Effizienzsteigerung in Meetings mit den  „six thinking hats“

Vermischtes

Sechs Gründe, gute Vorsätze scheitern zu lassen.

News

Neues Fachbuch:

Unternehmensnachfolge. Beziehungen, Strukturen und Prozesse gestalten

978-3-86451-016-8

Die Regelung der eigenen Nachfolge in der Unternehmensleitung ist herausfordernd. Zwar stehen viele Berater mit ihrer jeweiligen Expertise bereit – dennoch gelingen Nachfolgen oft nicht oder die Regelungen sind nicht nachhaltig erfolgreich.

Nach den vielen, durchaus auch wichtigen Beiträgen zu harten Fakten wie Zahlen, Daten, gesellschaftsrechtlichen Überlegungen und Steuerfragen wird unter Experten zunehmend die eigentliche Problematik diskutiert: Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, fehlende Einsicht, mangelnde Transparenz, unrealistische Erwartungen, schließlich auch Ängste und die Beziehung zwischen Vorgänger und Nachfolger bei überleitenden Unternehmensnachfolgen. Alle diese so genannten weichen Themen sind  entscheidende Faktoren dafür, ob die Nachfolgefrage überhaupt angegangen, wie sie dann initiiert und schließlich mit allen Beteiligten durchgeführt wird.

Dieses Arbeitsheft sensibilisiert für diese zutiefst menschlichen Fragen, geht ihnen nach und bietet neue Lösungen. Dieser angemessene Umgang mit dem Thema sät den Keim für das Gelingen einer Unternehmensnachfolge, die nicht nur die Vertragsunterzeichnung überlebt, sondern auch einen nachhaltigen Unternehmenserfolg ermöglicht.

Preis: € 15,00

Note Mangelhaft für Stiftung Warentest?

Für erhebliche Unruhe sorgte eine Marktübersicht der Stiftung Warentest im März 2013. Das Verbraucherinstitut hatte mehr als 145 Anbieter für Mediationsausbildungen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur 45 Ausbildungsinstitute erreichten die begehrte Benotung »Empfehlenswert«.

Bei näherer Betrachtung der dokumentierten Anforderungsprofile und Prüfkriterien wurden jedoch Verfahrens- und Bewertungsmängel erkennbar:

Eine Steilvorlage für die Mediationsverbände, um auf diese offenkundigen Fehler umgehend hinzuweisen und auf eine rasche Berichtigung zu drängen? Denn wie können sich Interessenten über Qualität und Rahmenbedingungen ihrer gesuchten Mediationsausbildungen informieren, wenn die veröffentlichten Bewertungen auf teilweise unzureichenden Fakten und Inhalten beruhen? So wurden beispielsweise die 1.800 Stunden »Heimarbeitszeiten« im Rahmen einer Hochschulausbildung mit reinen Präsenz-Zeiten anderer Ausbildungsinstitute verglichen.

Auf Foren und Fachportalen setzte kurz nach Veröffentlichung eine lebhafte und kontroverse Diskussion ein. Auch »Mediation aktuell« berichtete am 28. März über die offensichtlichen Schwachstellen dieses Marktüberblicks.

Immerhin: Der Bundesverband Mediation in Wirtschaft und Arbeitswelt e.V. (BMWA), die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation e.V. (BAFM) und der Bundesverband MEDIATION e.V. (BM) machten sich im Sommer auf den »Walk to Talk«-Weg und suchten den Dialog mit der Stiftung Warentest. Acht Monate nach der Veröffentlichung gaben die Verbände das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung bekannt: In einer gemeinsamen Erklärung von 20.11.2013 wurde auf die Kritikpunkte hingewiesen und um eine Korrektur gebeten. Die Stiftung Warentest zeigte sich dialogbereit und sicherte die Überprüfung und ggfls. eine Korrektur zu.

Aktuelles (Steuer)-Recht

Neuregelungen zum 1. Januar 2014

Das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung hat auf seinen Internetseiten die gesetzlichen Neuregelungen zum 1.1.2014 zusammengestellt. In den Bereichen Steuern und Finanzen ergeben sich folgende Neuregelungen:

Steuerlicher Grundfreibetrag steigt: Der steuerliche Grundfreibetrag steigt ab 1.1.2014 ein weiteres Mal: von 8.130 € um 224 € auf 8.354 €. Der Eingangssteuersatz von 14 % bleibt konstant.

Steuervereinfachungen bei Dienst- und Geschäftsreisen: Das Reisekostenrecht ist ab 2014 leichter zu handhaben. Die Vereinfachungen entlasten auch finanziell um jährlich 220 Mio. €. Rund 35 Mio.

Hinweise zur elektronischen Lohnsteuerkarte: Seit Anfang 2013 gibt es die elektronische Lohnsteuerkarte. Arbeitnehmer können ihre aktuellen ELStAM-Daten (Steuerklasse, Kinder, Freibeträge, Religionszugehörigkeit) auf der Internetseite www.elsteronline.de einsehen (hierzu ist eine kostenlose Authentifizierung erforderlich). Änderungen der Steuerklasse, von Frei- oder Hinzurechnungsbeträgen können beim FA beantragt werden.

Riester-Rente: Schutz gegen Berufsunfähigkeit und verminderte Erwerbstätigkeit sowie die Absicherung von Hinterbliebenen ist jetzt auch mit der Riester-Rente möglich. Zwanzig Prozent der Altersvorsorgebeiträge - maximal 2.100 € pro Förderberechtigten - können Sparer für die zusätzliche Versicherung einsetzen. Wer mit der Riester-Rente für ein eigenes Zuhause spart, kann seit dem 1. Januar angesammeltes Geld nutzen, um damit Schulden für die eigene Immobilie zu tilgen - und zwar jederzeit. Der Sparer darf mit dem Guthaben auch sein Haus oder seine Wohnung altersgerecht umbauen.

Rürup-Rente: Die Sparer können vom steuerpflichtigen Einkommen nun 78 % der Einzahlungen absetzen - Ledige höchstens 20.000 €, Verheiratete 40.000 €. Das ergibt eine Steuerersparnis von 15.600 € bzw. 31.200 € im Jahr. Die Bundesregierung fördert ab 2014 auch Rürup-Verträge, die eine lebenslange Rente nur bei Berufs- oder verminderter Erwerbsfähigkeit absichern.

Strengere Eigenkapitalregeln für Banken: Ab Januar 2014 gelten in Deutschland die strengen europäischen Eigenkapitalregeln für Banken (Basel-III-Regeln). Banken müssen ihr sog. "hartes Kernkapital" um das 3,5-fache erhöhen. Außerdem müssen sie in wirtschaftlich besseren Zeiten Kapitalpuffer bilden. Mehr Eigenvorsorge soll es den Banken ermöglichen, ihre Verluste selbst aufzufangen.

Aufbau eines Trennbankensystems: Banken müssen ab 2014 ihre eigenen riskanten Geschäfte vom Kundengeschäft trennen. Den Geschäftsleitern von Banken und Versicherungen erlegt das Gesetz erstmals konkrete Pflichten für das Risikomanagement auf. Sie machen sich strafbar, wenn sie wesentliche Risikomanagementpflichten verletzen und dadurch die Bank oder die Versicherungsleistungen gefährdet.

Eine vollständige Übersicht der Neuregelungen zum 1.1.2014 finden Sie unter www.bundesregierung.de.

SEPA-Übergangsfrist verlängert

Die EU-Kommission hat eine neue sechsmonatige Frist zur Umstellung auf das neue Zahlungssystem SEPA gewährt. Wie EU-Kommissar Michel Barnier mitteilte, bedaure er die Entscheidung, aber Unterbrechungen im Zahlungsverkehr müssten verhindert werden. Der reibungslose Übergang sei bei der bisherigen Frist nicht gewährleistet. Wegen der schleppenden Umstellung hat sich die Kommission nun dazu entschlossen, eine Übergangsfrist bis zum 1.8.2014 zu gewähren. Das Europäische Parlament und die EU-Staaten müssen der Verlängerung der SEPA-Übergangsfrist noch zustimmen.

Europäische Kommission, IP/14/6 v. 9.1.2014

Aufwand für Sprachkurs nur bei beruflicher Veranlassung als Werbungskosten abziehbar

Der generelle Umstand, dass Fremdsprachenkenntnisse im Berufsleben allgemein als förderlich angesehen werden, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, reicht für den Abzug der Aufwendungen zur Erlangung dieser Sprachkenntnisse als Werbungskosten nicht aus.

Jahressteuergesetz 2013: Zivilprozesskosten sind doch keine außergewöhnlichen Belastungen

Mitte des vergangenen Jahres hatte der Bundesfinanzhof (BFH) in einem Grundsatzurteil seine langjährige Rechtsprechung zu den Zivilprozesskosten aufgegeben. Demnach können streitende Parteien ihre Aufwendungen - unabhängig vom Sachverhalt - als außergewöhnliche Belastungen erklären, wenn ihre Rechtsverfolgung oder -verteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.

Auch nach der neuesten Stellungnahme des Bundesrats zum Jahressteuergesetz 2013 entspricht die generelle steuermindernde Berücksichtigung von Prozesskosten nicht den sonst bei außergewöhnlichen Belastungen geltenden Grundsätzen der Zwangsläufigkeit und Außergewöhnlichkeit. Daher sei es angezeigt, den bisherigen engen Rahmen gesetzlich festzuschreiben. Diese Neuregelung soll nun in allen noch nicht bestandskräftig festgesetzten Fällen angewendet werden - also auf alle offenen Einkommensteuerbescheide zurückwirken.

Bedenkenswert

Rechtsschutzversicherungen: Empfehlen von Partneranwälten und –mediatoren und Locken mit finanziellen Vorteilen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seinem Urteil vom 4. Dezember 2013 (Az.: IV ZR 215/12) bestätigt: Rechtschutzversicherungen dürfen aus ihrem Pool Partneranwälte empfehlen und ihre Mandatierung mit finanziellen Vorteilen verbinden. Die Versicherungsträger werden diese Praxis in Zukunft ausbauen und auch auf die Vermittlung von Mediatoren anwenden.

Der Bundesgerichtshof hat das Schadenmanagement der Rechtsschutzversicherung rechtlich nicht beanstandet, aber dafür bestimmte Kriterien aufgestellt.

Die Rechtsschutzversicherung darf finanzielle Anreize – beispielsweise in Form variabler Selbstbeteiligungen - mit einer Empfehlung eigener Partneranwälte (und auch Mediatoren) verbinden.

Die wesentlichen Kriterien des BGH bei seiner Einzelfallprüfung aller maßgeblichen Umstände waren:

  • Ein moderater Rahmen finanzieller Anreize soll einen zu starken psychischen Druck auf die freie Anwaltswahl des Versicherungsnehmers vermeiden.
  • Die Auswirkung von Vermögensvor- oder nachteilen auf spätere Schadensfälle sowie zeitlich kurze Folgewirkungen verringern die Einflussnahme auf die freie Anwaltswahl.

Dieses Urteil bestätigt die Rechtsschutzversicherer in ihrer Strategie: In Zukunft werden sie noch mehr als bisher eigene Empfehlungen für Anwälte und Mediatoren aus ihrem Kooperationspool aussprechen. Eine Pflicht zur Offenlegung dieser Netzwerke von Partneranwälten und –mediatoren besteht nicht. Nimmt der Versicherungsnehmer Einzelempfehlungen an und beauftragt die genannten Konfliktexperten der Versicherung, kann er finanzielle Vorteile in Form von Schadensfreiheitsrabatten (z. B. Nachlässe in der Selbstbeteiligung) erhalten.

Nächste Veranstaltungen

Weitere Einzelheiten finden Sie auf meiner Webseite, über die Sie sich auch anmelden können: www.berning-hannover.de.

Workshop

„Six thinking hats - Struktur und Kreativität in individuellem- und Team-Denken"

Am 20. Februar 2014 in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr.
Kosten: € 15,00
Details www.berning-hannover.de

 

Seminar

Effizienzsteigerung in Meetings mit den  „six thinking hats"

Am 10. März 2014, in der Zeit von 9.30 – ca. 17.30 Uhr
Ort: Hannover, Hohenzollernstraße 54 A
Kosten: € 270,00 zzgl. USt
Details: www.berning-hannover.de

Vermischtes

Sechs Gründe, gute Vorsätze scheitern zu lassen

Same procedure as every year. Alle Jahre wieder nehmen sich viele Menschen zwischen Weihnachten und Neujahr Sinnvolles und Sinnloses für das neue Jahr vor. Den Unterschied zwischen sinnvoll und sinnlos machen dabei oft nur Kleinigkeiten aus. Manchmal stimmt das Maß nicht, manchmal ist die Zielrichtung knapp daneben und damit auch vorbei. Oder das Vorhaben ist nicht wirklich gewollt und führt zu inneren Konflikten. Hier sind ein paar Beispiele:

Die Idee ist gut, aber zu groß. Zu schnell soll zuviel erreicht werden. Es sollen 15 Kilo in zehn Wochen abgespeckt oder vier Zimmer in drei Tagen renoviert werden. Es macht Sinn, bei allen guten Vorsätzen auch zu überlegen, ob Umfang und Zeitplan realistisch sind, ob bei der Vorstellung der Umsetzung Freude oder Stress entsteht.

Die Idee ist gut, aber zu klein. Ein Vorhaben, das sich kaum vom Alltagsgeschäft unterscheidet und in dem kein besonderes Engagement notwendig ist, fällt schnell der Vergessenheit anheim.

Die Idee ist gut, aber sie bringt mich nicht weiter. Jeder Mensch verfolgt ausgesprochen oder unausgesprochen eine Vision, eine Lebensaufgabe. Je klarer man sie fassen kann, desto leichter ist es, die eigenen Handlungen an ihr auszurichten. Wer sich etwas vornimmt, das ihn nicht weiterbringt in Bezug auf die eigene Lebensaufgabe, wundert sich darüber, dass ihm Inspiration und Engagement auf halbem Weg abhandenkommen.

Die Idee ist gut, aber nicht für mich. Kann sein, dass mein Plan mir mehr Geld, Anerkennung, Aufmerksamkeit und Reputation in Aussicht stellt. Und gleichzeitig stelle ich mir möglicherweise ein Bein, wenn ich ihn weiterverfolge, weil ich Anforderungen von außen mehr Aufmerksamkeit widme, als Anforderungen von innen. Ein klassischer Wertekonflikt entsteht: Das, was ich von anderen gelernt habe, steht gegen das, was ich im Innersten von mir selbst weiß.

Die Idee enthält keinen Wert für andere. Das Wesen des Menschen ist nur in einer frühen Phase egoistisch. Später wird es mit zunehmender Einsicht altruistisch. Eltern wissen das, denn sie denken nicht mehr nur an sich, sondern beleuchten alle Entscheidungen auch nach deren Auswirkungen auf ihre Kinder. Eine Idee, die keine positiven Auswirkungen auf andere hat, ihnen möglicherweise sogar schadet, kann getrost im alten Jahr liegen bleiben.

Die Idee ist gut, schaut aber zu kurz. So wie Politiker häufig nur die nächsten vier Jahre und die Chancen ihrer Wiederwahl im Blick haben, so haben wir generell verlernt, den Blick in die ferne Zukunft zu richten, um Entscheidungen den richtigen Rahmen zu geben. Es wird viel geredet von der Zukunft, aber wenig daran gedacht. Ein indianischer Rat lautet: „Bedenke, welche Folgen dein Handeln sieben Generationen nach dir hat."

Zusammenfassend und als kleiner Leitfaden für die Vorsätze für ein bewegendes neues Jahr:

  • Welche Ziele inspirieren Sie und fordern Sie heraus?
  • Was langweilt Sie und wollen Sie deshalb in jedem Fall vermeiden?
  • Was wollen Sie selbst in Ihrem Leben lernen und erfahren?
  • Welches sind die wichtigsten Werte nach denen Sie entscheiden?
  • Für welche Menschen wollen Sie sich besonders einsetzen?
  • Was soll von Ihrem Sein und Tun in den nächsten Generationen weiterwirken?

Impressum
Dr. iur. Detlev Berning

Wirtschaftsprfer
Steuerberater
Rechtsanwalt

Hohenzollernstrae 54 a
30161 Hannover
Fon: +49 (0)511 - 3886937
Fax: +49 (0)511 - 315615
E-Mail: Info@Berning-Hannover.de
Web: http://www.Berning-Hannover.de

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