Detlev Berning am Meer
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Newsletter Nr. 3 / 2015

Inhaltsverzeichnis

News

Verhinderung der Geldwäsche - Neue EU-Richtlinie in Kraft getreten
Ein neues Fortbildungskonzept für Unternehmer und Führungskräfte
Zweiter "Tag der Mediation" in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Aktuelles (Steuer-) Recht

AGB: Zur Verlängerung der Frist für die Verjährung einer Bürgschaftsforderung von drei Jahren auf fünf Jahre
Steuerfreie Einnahmen aus der Aufnahme von Pflegepersonen in den eigenen Haushalt
Betriebsausgabenabzug bei zwei Arbeitszimmern an verschiedenen Orten
Bundesregierung beschließt Entwurf eines Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes
Anspruch auf Ausgleichszahlung kann auch bei Vorverlegung eines Fluges vorliegen
Unwirksamkeit eines Erbvertrages zugunsten der Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes
Firmen-Inhaltsversicherung: Zur Beweiserleichterung bei Einbruchdiebstählen
Versagung des Sonderausgabenabzugs für an Privatschulen in anderen Mitgliedstaaten gezahltes Schulgeld
Zur Veröffentlichung von Bildern in der Nähe von Prominenten abgelichteter nicht prominenter Personen
"Framing" verletzt nicht zwangsläufig das Urheberrecht

Nächste Veranstaltungen

Workshops
Seminare

Vermischtes

Dank Hoffest 2015

News

Verhinderung der Geldwäsche - Neue EU-Richtlinie in Kraft getreten

Die Richtlinie (EU) 2015/849 vom 20.5.2015 zur Verhinderung der Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche-und der Terrorismusfinanzierung (Geldwäscherichtlinie) am 25.6.2015 in Kraft getreten. Die Vorschriften entsprechen der Einigung aus dem Februar dieses Jahres und müssen innerhalb 2 Jahren in nationales Recht umgesetzt werden.
Quelle: www.dstv.de/interessenvertretung/europa/europa-aktuell/tb-032-15-bi-einigung-ueber-neufassung-der-europaeischen-geldwaescherichtlinie-erreicht-

Ein neues Fortbildungskonzept für Unternehmer und Führungskräfte – Entwickelt von Konsens e.V.

Am 25. September stellt der Nds. Mediationsverein (http://www.mediation-in-niedersachsen.de/neu/start.html) ein von einer Projektgruppe entwickeltes Konzept zur Qualifizierung in guter Führung. Der Werbetext ist fertig; Bei Interesse können Sie an der Veranstaltung teilnehmen, in der das Geheimnis gelüftet wird. Hier das Angebot:

Was hat Pippi Langstrumpf mit Führung zu tun?
Veränderung – Inspiration - Führung

Sie verstehen sich als starke Persönlichkeit, für alles zuständig, erfolgreich und manchmal einsam.

Dynamische technische und soziale Entwicklungen, Globalisierung, rasante Veränderungen der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Kunden und Mitarbeiter  aus unterschiedlichen Nationen, Rollenverteilung der Geschlechter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind nur einige der Anforderungen, die Sie als Führungskraft immer wieder beschäftigen.

Zukunft fordert Veränderung – Sie wollen sie gestalten.

Hier kommt Pippi Langstrumpf ins Spiel. Sie hat Mut und Kraft, ihre Haltung von Freiheit, Gerechtigkeit und Freude am bunten Leben durchbricht verhärtete Überzeugungen. Sie stemmt dabei mehr als jeder andere und hat jede Menge Spaß dabei.

An dieser Stelle setzen wir mit unserem Seminar an.

Sie erfahren und probieren, wie Veränderungen der Haltung, der Sprache und Glaubenssätze ein authentisches und konstruktives Miteinander bewirken. Innere Haltung neu erfahren als eine von Leichtigkeit und Freude getragene sichere Führung macht den Erfolg aus.

Dieses Seminar will eine spannende Herausforderung, ein lustvolles Abenteuer sein, das sicher und geschützt auf eine veränderte Haltung und damit eine zukunftsweisende Qualität in Führung vorbereitet.

Der erste Teil vermittelt schwerpunktmäßig Grundlagen. Im zweiten Teil begleiten wir Sie, Veränderung in Ihrem Arbeitsalltag zu erleben und zu erfahren. Danach stehen wir Ihnen auf Wunsch auch nach dem Seminar zur Seite, wenn Sie die gewonnenen Erfahrungen in Ihren Organisationsstrukturen umsetzen.

Eine Geschichte möchte das Ziel des Seminars aufzeigen:

Hannah, selbständige Rechtsanwältin sucht Ausgleich und Entspannung beim Reitunterricht. Die Reitlehrerin besteht auf Disziplin und Pünktlichkeit. Hannah, immer in Eile, hetzt zum Reitstall, holt das Halfter, hastet im Laufschritt auf die Weide, um ihr Pferd zu holen. Sie geht auf das Tier zu, das Pferd weicht zurück. Hannah läuft dem Pferd nach, dieses weicht aus. Ihre Reitlehrerin kommt dazu. Sie findet  Hannah wütend und völlig verzweifelt.  „Du musst Pilze suchen!“, rät sie. Hannah lässt sich darauf ein. Mit gesenktem Blick schlendert sie langsam über die Weide. Vorsichtig, neugierig kommt das Pferd näher, reibt den Kopf an ihrer Schulter.

Im Rahmen der Ausbildung werden Sie zuerst Methoden kennen lernen, um eigene Erfahrungen unter erweiterten Perspektiven neu bewerten zu können. Sie finden damit einen ersten Anker, der Sie als Führungskraft sichert. Vielleicht denken Sie: „Leichter gesagt als getan“.

Deswegen begleiten wir Sie in den Folgeterminen, bewerten und bearbeiten gemeinsam ausgewählte Situationen Ihres Arbeitsalltags. Sie erleben immer wieder neu und mit immer größerer Sicherheit, wie Sie authentisch handeln und als Führungskraft  Ihre Souveränität und Akzeptanz ausbauen. Dabei entwickeln Sie Ihr kreatives Potential und eröffnen Räume, in denen Ihre Mitarbeiter das eigene Potential kooperativ entfalten.

Ihr Nutzen:

Sie führen und leiten gelassen und mit großer Präsenz. Den Zuwachs an Lebensqualität werden Sie an sich selbst erfahren. Das sei an dieser Stelle konkreter beschrieben:

Wie viel Freude bereitet Ihnen Ihre Leitungstätigkeit? Wie oft  fühlen Sie sich getrieben, als alleiniges Zugpferd, häufig in gereizter, genervter Stimmung. Nichts scheint so zu laufen wie Sie es sich wünschen. Gelassenheit? Undenkbar! Lebensfreude? Später – vielleicht! Wie Ihre Mitarbeiter Sie sehen? Lieber nicht daran denken!

Es geht auch anders. Sie bleiben innerlich gelassen und wirken als der Mensch, der Sie sind. Ihre Ziele verfolgen Sie mit Ruhe, Ihre Mitarbeiter folgen Ihnen. Widerstand? Sie nehmen ihn gelassen auf und nutzen den Konflikt, um bessere Lösungen zu finden.

Ihr Einsatz (neben der Zeit):

  1. Basisseminar (1,5 Tage) € 1.500,00
  2. 8 Folgetermine a je 3 Stunden € 1.000,00

Gesamtpreis Grundausbildung: € 2.500,00  zzgl. USt und weitere Auslagen wie Reisekosten und Unterkunft. Die Verpflegung während der Unterrichtszeiten ist im Preis enthalten.

Zusatzmodule und weitere Ergänzungen nach Angebot und Kursgröße

Das Basisseminar (1,5 Tage):

  • Der besondere Einstieg
  • Wahrnehmung im Prozess (Theorie & Praxis)
  • Kommunikation – Sprache und Denken (Impulsvortrag)
  • Haltung
  • Der „Machteingriff“
  • Einfluss von Konflikten
  • Teilnehmer bringen ihre Erfahrungen ein (Typische Situationen)
  • Einstieg ins Üben/Beobachtungstagebuch

Folgetermine:

  • Anhand der Erfahrungen, die die TN machen, werden für jeden Einzelfall neue Verhaltensmuster entworfen und geübt. Je nach Situation Ergänzung durch Theorie-Inputs.

Ergänzende individuelle Angebote (Honorar auf Anfrage)

  • Unterstützung bei der Implementierung vor Ort am Arbeitsplatz
  • Coaching als weitergehende Begleitung

Ergänzungsmodule (in der Regel Tagesseminare; Preise auf Anfrage):

  • Druck am Arbeitsplatz
  • Trieb und Kontrolle
  • Schweigen – Bedeutung der Körpersprache
  • Sich spüren in verhärteten Kontexten
  • Menschenbilder

Hier folgen Stimmen von Führungskräften, die das Seminar mitgemacht haben:

1)      Was geholfen hat...

Ich habe einen mittelständischen Betrieb im Hannoverschen Umland. Es läuft ganz gut und meine Aufträge und Mitarbeiter werden nach und nach mehr. Von den Mitarbeitern, die von Anfang an dabei waren, möchte ich mich nicht so gerne trennen, auch wenn sie manchmal nicht so qualifiziert sind. Einer dieser Mitarbeiter arbeitet bei uns noch halbtags. Er macht aber bei der Arbeit so viele Fehler, dass es mehr Zeit kostet, die wieder auszugleichen, als wenn er gar nicht da gewesen wäre. Mit der Zeit bin ich darüber immer wütender geworden, auch weil er es mir unmöglich gemacht hat, ihn zu behalten. Ich habe ihn oft heftig zurechtgewiesen, aber statt weniger Fehler hat er noch mehr gemacht. Einmal hat mir einer meiner Leute gesagt, dass er nur dann so viele Fehler macht, wenn ich dabei bin. Sonst geht es zwar auch nicht gut, aber es geht.

Darüber habe ich mir dann schon so meine Gedanken gemacht. Was soll ich denn sonst machen? Ich kann das doch nicht so laufen lassen.

Dann habe ich über das Seminar gelesen und darüber, dass es vielleicht Reaktionsmöglichkeiten gibt, auf die ich so nicht komme. Ich habe es ausprobiert und bin total überrascht. Im Nachhinein finde ich es klar, dass es so besser funktioniert, aber von allein hätte ich den Versuch nicht gemacht.

Es war zuerst nicht ganz einfach, in dem Moment als ich wütend wurde und im Stress war, zwei Gänge runterzuschalten und zu gucken, was mit meinem Mitarbeiter eigentlich gerade passiert. Aber wir haben das ja im Seminar besprochen und ausprobiert. Es hat dann auch geklappt. Nachher konnte ich mir so gut vorstellen, wie der sich vorkam und wovor der solche Angst hatte, dass ich ganz anders mit seinen Fehlern umgegangen bin.

Dann hatte er auch bald den Mut, mir zu sagen, dass er lieber in einem ganz anderen Bereich arbeiten würde. Den hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Wir hatten da aber Bedarf. Und nun entlastet er neue Mitarbeiter, die vorher zu viel zu tun hatten und macht seine Arbeit so ordentlich, dass er bleiben kann.

Für mich hat sich die Sache gelohnt, denn was einmal funktioniert, funktioniert auch wieder. J

2)      Wie die Pferdeweide in mein Büro kam...

Den Arm voll Akten renne ich auf das Sekretariat zu. „Das muss heute alles noch fertig werden. Muss!!!“ Reiße die Tür auf. Vor mir Frau Müller, rot im Gesicht, die Haare zerzaust, noch mehr Akten auf ihrem Tisch. 90 Minuten vor Feierabend. Ich ignoriere das, lege Frau Müller die Akten auf den Tisch, zähle die Vorgänge und Arbeitsanweisungen auf, ignoriere ihren genervten Blick zur Uhr. Ich kann jetzt auch keinen Feierabend machen! Betone nochmal, dass das heute raus muss.

2 Stunden später: Frau Müller ist weg. Nur die Hälfte ist bearbeitet und zwar die unwichtigere. Mein Kollege ist sauer, weil ich Frau Müller von seinen Aufgaben abgezogen habe.

Am nächsten Tag grüßt mich Frau Müller knapp, schaut mich kaum an und arbeitet langsamer denn je. Vielleicht ist es für uns alle besser, wenn sie sich einen neuen Job sucht? Aber wen kriegen wir dann?

Dann habe ich gelernt, wie man „Pilze sucht.“ Den Arm voll Akten renne ich auf das Sekretariat zu. „Das muss heute alles noch fertig werden. Muss!!!“  Kurz bevor ich die Klinke anfasse denke ich: „Halt! Pilze suchen.” Ruhig und gelassen öffne ich die Tür zum Sekretariat. Die Sachen müssen zwar heute noch raus, aber jetzt habe ich Zeit. Vor mit Frau Müller, rot im Gesicht, die Haare zerzaust, noch mehr Akten auf ihrem Tisch. 90 Minuten vor Feierabend.

Ich gehe ruhig auf Frau Müller zu und schaue sie mitfühlend an. Die Akten lege ich erstmal an die Seite. Ich sage ihr, dass ich sehe, dass sie so kurz vor Feierabend noch so viel zu tun hat und das das sicher stressig ist. Sie fühlt sich verstanden und entspannt sich etwas. Sie erzählt, welche Sachen meines Kollegen wahnsinnig dringend sind. Von dem Stapel sind es drei. Dann erzähle ich dass ich auch im Stress bin. Wir reden kurz über die Angelegenheiten, die sie ja kennt. Bei zwei Sachen findet sie einen schnelleren Weg, die Not abzuwenden. Bei vier Sachen überprüfen wir die Fristen und stellen fest, dass noch Spielraum ist. Bleiben noch drei ganz dringende.

Nach kurzer Rücksprache mit meinem Kollegen sind wir uns einig, dass Frau Müller in den verbleibenden 80 Minuten unsere sechs ganz dringenden Vorgänge erledigt und ich die beiden „verkürzten“. Frau Müller geht an diesem Abend zufrieden nach Hause und fühlt sich als wertvolle Mitarbeiterin, die sie ja auch ist!

Bei Interesse bitte Anmeldung bei StB Elke Knühmann (elke@knuehmann-ol.de) unter dem Stichwort: Fachtag Konsens 2015.

Zweiter „Tag der Mediation“ in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Initiiert durch die „Wiener Erklärung“ der deutschsprachigen Mediationsverbände, findet jährlich am 18. Juni der „Tag der Mediation“ statt. Ziel dieses Tages ist die Steigerung der Bekanntheit von Mediation und der Vielfältigkeit von mediativem Handeln.

Streitkultur im Wandel – weniger Recht? Konsensuale Verfahren im Fokus des Deutschen Anwaltstages

Die größte anwaltliche Fortbildungsveranstaltung, der »DAT 2015« fand vom 11. Juni bis 13. Juni in Hamburg statt. Die Mediation und andere Verfahren zur außergerichtlichen Streitbeilegung stehen im Vordergrund zahlreicher Referate, Workshops und Podiumsdiskussionen.

Veranstaltungen wie „Ende der Anwaltschaft“ – in Zukunft Streitschlichtung ohne Anwälte? Oder „Streitkultur im Wandel“ – Aufgabe der Rechtspflege verdeutlichen, was die Anwaltschaft bewegt.

Der Deutsche Anwaltstag ist die bundesweite jährliche Tagung der Anwaltschaft, die sich beruflichen und rechtspolitischen Themen widmet. Mit diesem Schwerpunktthema öffnet sich der Deutsche Anwaltstag erstmals dem Thema Mediation und außergerichtliches Konfliktmanagement. Im Rahmen des 66. Deutschen Anwaltstags wird es eine Schwerpunktveranstaltung zum Thema «Streitkultur im Wandel – Aufgabe der Rechtspflege» geben. Hier soll unter anderem darüber diskutiert werden, welche Folgen die Stärkung der außergerichtlichen Konfliktlösung durch die EU-ADR-Richtlinie für die Fortentwicklung der Rechtsprechung hat.

Aktuelles (Steuer-) Recht

AGB: Zur Verlängerung der Frist für die Verjährung einer Bürgschaftsforderung von drei Jahren auf fünf Jahre

Die Regelverjährungsfrist nach § 195 BGB von drei Jahren gehört zwar zu den wesentlichen Grundgedanken des Verjährungsrechts, sodass bei einer Abweichung davon in AGB nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB im Zweifel eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners anzunehmen ist. Diese Vermutung ist aber widerlegt, wenn die betreffende Klausel auf Grundlage einer umfassenden Interessenabwägung in ihrer Gesamtheit den Kunden nicht unangemessen benachteiligt. (BGH 21.4.2015, XI ZR 200/14)

Steuerfreie Einnahmen aus der Aufnahme von Pflegepersonen in den eigenen Haushalt

Der BFH hat entschieden, dass Leistungen, die von einer privatrechtlichen Institution für die Aufnahme von Pflegepersonen in einen Haushalt über Tag und Nacht gewährt werden, als Beihilfe zur Erziehung nach § 3 Nr. 11 EStG steuerfrei sind. Voraussetzung ist, dass die Zahlungen zumindest mittelbar aus öffentlichen Mitteln der Jugendhilfe für die unmittelbare Förderung der Erziehung der Pflegepersonen geleistet werden. Im Streitfall hatte die als Erzieherin tätige Klägerin in ihren Haushalt bis zu zwei fremde Pflegekinder aufgenommen und dafür ein Tageshonorar zzgl. einer Sachkostenpauschale aufgrund einer Honorarvereinbarung mit einer Firma erhalten, die im Bereich der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe für die zuständige Stadtverwaltung die Unterbringung von Jugendlichen in Heimen, Einrichtungen sowie in Familienhaushalten organisiert und für jeden zu betreuenden Jugendlichen bestimmte Beträge aus öffentlichen Haushaltsmitteln erhält. (BFH v. 5. 11. 2014 - VIII R 29/11)

Betriebsausgabenabzug bei zwei Arbeitszimmern an verschiedenen Orten

Nutzt der Steuerpflichtige zwei häusliche Arbeitszimmer in einem Veranlagungszeitraum zu betrieblichen Zwecken, ist gleichwohl ein Betriebsausgabenabzug nur bis zur Höhe von insgesamt 1.250 € möglich. (FG Rheinland-Pfalz v. 25.2.2015 - 2 K 1595/13 – Revision ist zugelassen)

Bundesregierung beschließt Entwurf eines Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes

Die Bundesregierung hat am 27.5.2015 ihren Gesetzentwurf für ein Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) verabschiedet. Mit diesem Gesetzentwurf will die Bundesregierung die EU-Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten und zur Durchführung der Verordnung über Online-Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten in nationales Recht umsetzen - deren Umsetzungsfrist am 9. Juli 2015 endet.  Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung übernimmt den im November 2014 veröffentlichten Referentenentwurf in weiten Teilen.

Anspruch auf Ausgleichszahlung kann auch bei Vorverlegung eines Fluges vorliegen

In einer mehr als geringfügigen Vorverlegung eines geplanten Fluges durch das Luftverkehrsunternehmen liegt durchaus eine Annullierung des Fluges, die einen Ausgleichsanspruch nach Art. 7 Abs. 1 der Fluggastrechteverordnung begründen kann. Für eine Annullierung ist kennzeichnend, dass das Luftverkehrsunternehmen seine ursprüngliche Flugplanung endgültig aufgibt, auch wenn die Passagiere auf einen anderen Flug verlegt werden. (BGH 9.6.2015, X ZR 59/14)

Unwirksamkeit eines Erbvertrages zugunsten der Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes

Für die Erbeinsetzung der Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes durch eine zu pflegende Person in einem Erbvertrag gilt bis zum Beweis des Gegenteils die Vermutung, dass diese Erbeinsetzung mit den Pflegeleistungen steht. Gerade in Fällen unklarer Beweislage, in denen die Motive und Gründe sowie die Zusammenhänge der Zuwendung in der Regel offen bleiben, muss das Verbot im Interesse des Schutzes der Testierfreiheit eingreifen. (OLG Frankfurt a.M. 12.5.2015, 21 W 67/14)

Firmen-Inhaltsversicherung: Zur Beweiserleichterung bei Einbruchdiebstählen

Bei Einbruchdiebstählen setzt das vom Versicherungsnehmer zu beweisende äußere Bild des Diebstahls nicht voraus, dass vorgefundene Spuren "stimmig" i.d.S. sind, dass sie zweifelsfrei auf einen Einbruch schließen lassen. Insbesondere müssen nicht sämtliche, typischerweise auftretenden Spuren eines Einbruchdiebstahls vorhanden sein. (BGH 8.4.2015, IV ZR 171/13)

Versagung des Sonderausgabenabzugs für an Privatschulen in anderen Mitgliedstaaten gezahltes Schulgeld

Die Kläger machten für die Jahre 1992 bis 1999 jeweils Schulgeldzahlungen für ihren Sohn an eine Privatschule in England als Sonderausgaben (SA) geltend. Das FA ließ die Aufwendungen nicht zum Abzug zu, da Schulgeldzahlungen an Schulen im Ausland nicht nach § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG a.F. abziehbar seien. Die hiergegen gerichtete Klage und das Revisionsverfahren blieben erfolglos. Nachdem der EuGH in seinen Urteilen vom 11.9.2007 (Rs. C-76/05, ABl. EU 2007 Nr. C 269, 5 und Rs. C-318/05, ABl. EU 2007 Nr. C 269, 8) entschieden hatte, sowohl die in Art. 56 AEUV gewährleistete Dienstleistungsfreiheit als auch die allgemeine Freizügigkeit gem. Art. 21 AEUV würden durch die Beschränkung des Sonderausgabenabzugs für o.g. Schulgeldzahlungen beeinträchtigt, beantragten die Kläger nach rechtskräftiger Zurückweisung ihres Antrags auf Änderung der o.g. ESt-Bescheide nunmehr im Juli 2010, gem. § 227 AO den Erlass der auf die Schuldgeldzahlung entfallenden ESt-Beträge aus Billigkeitsgründen. Auch diesbezüglich blieb die Klage erfolglos.  Der BFH wies die Revision der Kläger als unbegründet zurück. (BFH v. 21.1.2015 - X R 40/12)

Zur Veröffentlichung von Bildern in der Nähe von Prominenten abgelichteter nicht prominenter Personen

Der BGH hat sich mit der Frage der Zulässigkeit der Veröffentlichung von Bildern befasst, die eine sich zufällig in der Nähe eines Prominenten befindliche nicht prominente Person identifizierbar zeigen. Der BGH entschied, dass die Veröffentlichung eines Fotos, das einem Millionenpublikum die nicht prominente - identifizierbar abgebildete - Person im Bikini in der Nähe eines Profifußballers zeigte, durch den Anlass der Berichterstattung nicht gerechtfertigt war. (BGH 21.4.2015, VI ZR 245/14)

"Framing" verletzt nicht zwangsläufig das Urheberrecht

Der Betreiber einer Internetseite begeht keine Urheberrechtsverletzung, wenn er urheberrechtlich geschützte Inhalte, die auf einer anderen Internetseite mit Zustimmung des Rechtsinhabers für alle Internetnutzer zugänglich sind, im Wege des "Framing" in seine eigene Internetseite einbindet ("Die Realität II").

Der BGH berief sich dabei auf den EuGH-Beschl. v. 21.10.2014, Rs.: C-348/13, BGH 9.7.2015, I ZR 46/12

Nächste Veranstaltungen

Weitere Einzelheiten finden Sie auf meiner Website, über die Sie sich auch anmelden können. www.berning-hannover.de

Workshop

„Unternehmensnachfolge. Beziehungen, Strukturen und Prozesse gestalten"

Am Donnerstag, 27. August 2015
in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr
Kosten: € 25,00 (incl. Literatur)
Details unter:  www.berning-hannover.de

Seminar

Effizienzsteigerung in Meetings mit den „six thinking hats"

Am 31. August 2015, Hannover, Hohenzollernstraße 54 A
in der Zeit von 9.30 – ca. 17.30 Uhr.
Kosten: € 270,00 zzgl. USt
Details unter: www.berning-hannover.de

Workshop

„Six thinking hats - Struktur und Kreativität in individuellem- und Team-Denken"

Am Donnerstag, 17. September 2015
in der Zeit von 17.30 Uhr bis ca. 19.00 Uhr
Kosten: € 25,00
Details unter:  www.berning-hannover.de

Workshop

"Chancen im Wandel"

Am Freitag, 25. September 2015
in der Zeit von 14.00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr
Kosten: € 25,00
Details unter: www.mediation-in-niedersachsen.de 

Vermischtes

Dank Hoffest 2015

Nun ist unser großes Fest schon wieder Geschichte. Für uns ist es noch immer sehr präsent, auch wenn uns der Alltag alle schon längst wieder im Griff hat.

Wir sagen von Herzen Dank und wünschen Euch eine glückliche, unbeschwerte  Sommerzeit.

Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens.

Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863)

Impressum
Dr. iur. Detlev Berning

Wirtschaftsprfer
Steuerberater
Rechtsanwalt

Hohenzollernstrae 54 a
30161 Hannover
Fon: +49 (0)511 - 3886937
Fax: +49 (0)511 - 315615
E-Mail: Info@Berning-Hannover.de
Web: http://www.Berning-Hannover.de

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Detlev Berning am Meer